Blogtober

3. Blogtober – Meine Vision

Was wünsche ich mir für dich?

Ich wünsche mir, dass ich dich begleiten darf. In diesem krassen neuen Lebensabschnitt, in dem du plötzlich 24/7 diesen wundervollen kleinen Menschen um dich hast. 

Es wird immer anders, als wir uns diese Zeit vorstellen. 

Aus einer Wunschgeburt wird ein Notkaiserschnitt, bei der Geburt wurde dir Gewalt angetan und gegen deinen Willen entschieden, dein Kind wurde dir weggenommen, du hast dein Baby über Wochen hinweg nur durch eine Glasscheibe gesehen, dir wurde klargemacht, dass du niemals stillen kannst und das ist nur was in den ersten Tagen passieren kann. 

Wenn der Start schon so schwer war und du kannst das erlebte nicht verarbeiten, dein Baby schreit und schreit, du kannst nicht schlafen und bist am Ende. Die Wochenbettdepressionen hören nicht auf… 

Natürlich würde ich mir wünschen, dass es gar nicht erst dazu kommt, aber leider kommt es noch viel zu oft vor. Was dann häufig fehlt ist die richtige Begleitung und dieser Glaubenssatz du wärst eine schlechte Mutter. Du verstehst nicht, dass du an einer echten psychischen Krankheit leidest – die geheilt werden kann! 

Ich kann dir nicht versprechen dich zu heilen, aber ich weiß aus eigener Erfahrung wie es dir geht und finde mit dir heraus, was du gerade wirklich brauchst. 

Ich wünsche mir, dass du einen geschützten Raum bei mir findest, in dem du deine Geschichte erzählen kannst; in dem jedes deiner Gefühle einen Platz hat – ohne Wertung und Verurteilung! 

Ich wünsche mir mehr Aufklärung über psychische Krisen nach der Geburt, nicht nur durch mich, sondern auch durch Ärzte, Hebammen und Frauenärzte. 

Ich wünsche mir eine richtige Begleitung für Angehörige, für die es so einfach wäre allein schon durch Zuhören zu helfen!

Ich wünsche mir, dass Du in Deinem Schmerz gesehen und angenommen wirst!

Was wünsche ich mir für mich?

Das ich mit jedem Mal, das ich über meine Geschichte schreibe oder erzähle diesen Schmerz ein wenig mehr loslassen kann. 

Das ich mich persönlich weiterentwickeln und gut zu mir sein darf!

Das ich meine Herzensangelegenheit in die Welt bringe und damit Müttern helfen kann.

Ich schreibe es immer wieder: Austausch und schreiben heilt! 

Ich wünsche Dir einen wundervollen Feiertag
Deine Julia Amelie

Photo by Nicolas Moscarda on Unsplash

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.